New Make wie ihn die Whiskybrenner nennen, ist ein klarer und reines Single Malt Destillat ohne Holzfass Einfluss.
Deshalb darf er sich noch nicht Whisky nennen.
Was ist New Make?
New Make“ ist ein Begriff, der in der Whisky-Herstellung verwendet wird und sich auf das frisch destillierte Produkt bezieht, bevor es in Fässern reift.
Was ist New Make?
- Frisch destillierter Alkohol:
- Er ist das Destillat, das direkt nach der Destillation aus den Brennblasen kommt.
- Es handelt sich um den Alkohol in seiner reinsten Form, bevor er durch die Reifung in Holzfässern seinen endgültigen Charakter entwickelt.
- Ausgangspunkt für Whisky:
- Er ist die Grundlage für alle Whisky-Sorten, einschließlich Single Malt, Bourbon und Rye.
- Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des fertigen Whiskys.
- Charakteristika:
- Er hat in der Regel einen hohen Alkoholgehalt und ein intensives Aroma, das von der verwendeten Getreidesorte und dem Destillationsprozess abhängt.
- Es kann Aromen von Getreide, Früchten und Gewürzen aufweisen.
Wichtige Aspekte:
- Reifung:
- Die Reifung in Holzfässern ist ein entscheidender Schritt in der Whisky-Herstellung.
- Während der Reifung nimmt der Whisky Aromen und Farbe aus dem Holz auf und wird milder.
- Gesetzliche Definition:
- In vielen Ländern darf New Make nicht als Whisky bezeichnet werden, da er die gesetzliche Mindestreifezeit im Fass noch nicht erreicht hat.
Zusammenfassend ist New Make also der umgelagerte, frisch destillierte Alkohol, der den Ausgangspunkt für jeden Whisky darstellt.
Wie stellt man einen Whisky her?
Die Whiskyherstellung ist ein komplexer Prozess, der mehrere Schritte umfasst.
1. Mälzen:
- Das Getreide (meist Gerste) wird eingeweicht, um die Keimung zu starten.
- Durch die Keimung werden Enzyme aktiviert, die Stärke in Zucker umwandeln.
- Das gekeimte Getreide (Grünmalz) wird getrocknet, um die Keimung zu stoppen. Dieser Vorgang wird Darren genannt.
- Beim Darren kann Torfrauch verwendet werden, um dem Whisky ein rauchiges Aroma zu verleihen (Schottland).
2. Maischen:
- Das Malz wird geschrotet und mit heißem Wasser vermischt.
- Die Enzyme wandeln die Stärke in Zucker um, wodurch eine zuckerhaltige Flüssigkeit entsteht, die Maische genannt wird.
3. Gärung:
- Die Maische wird in Gärbottiche geleitet und mit Hefe versetzt.
- Die Hefe wandelt den Zucker in Alkohol und Kohlendioxid um.
- Nach einigen Tagen entsteht eine alkoholische Flüssigkeit, die Würze genannt wird (ein Bier ohne Hopfen).
4. Destillation:
- Die Würze wird in Brennblasen destilliert.
- Durch die Destillation wird der Alkoholgehalt erhöht und unerwünschte Stoffe werden entfernt.
- In Schottland wird Whisky traditionell zweimal destilliert, in Irland oft dreimal.
- Das Produkt der Destillation ist der sogenannte „New Make“.
5. Reifung:
- Der New Make wird in Eichenfässer gefüllt und für mindestens drei Jahre gelagert.
- Während der Reifung nimmt der Whisky Aromen und Farbe aus dem Holz auf.
- Die Reifung bestimmt maßgeblich den Geschmack des fertigen Whiskys.
6. Abfüllung:
- Nach der Reifung wird der Whisky auf Trinkstärke verdünnt.
- Gegebenenfalls wird der Whisky gefiltert, um Trübstoffe zu entfernen.
- Der Whisky wird in Flaschen abgefüllt und etikettiert.
Wichtige Faktoren:
- Die Wahl des Getreides, des Wassers und der Hefe beeinflusst den Geschmack des Whiskys.
- Die Form und Größe der Brennblasen sowie die Art der Destillation spielen eine wichtige Rolle.
- Die Art und Dauer der Reifung im Fass sind entscheidend für die Aromenentwicklung.
